
Herr Viktor Barski
Facharzt für Neurologie, Schwerpunkt Somnologie
Wie gerädert wachen Sie morgens früh auf. Ihr Bett ist zerwühlt, Sie sind schweißgebadet. Ausgeschlafen? Keine Spur. So geht das Nacht für Nacht, Woche für Woche. Sie werden immer übellauniger, unkonzentrierter, schlapper. Statt der Ursache auf den Grund zu gehen, werden oft Schlaftabletten geschluckt, die oft auch nicht helfen. Daher ist es besser, zum Schlafmediziner zu gehen.
Die Schlafmedizin ist eine relativ junge Disziplin. Aber eine, die für einen Großteil der Bevölkerung von erheblicher Bedeutung ist:
29 % der Frauen und 18 % der Männer leiden unter Schlafstörungen, 70 % aller Männer über 50 Jahre schnarchen. Schlafstörungen können zu Beziehungsproblemen führen, bei schlafbezogenen Atmungsstörungen sogar zum Tod.
• Schlaf ist wichtig für die Regeneration von Körper und Geist.
• Schlafstörungen wirken sich tagsüber in Form von Müdigkeit
und Konzentrationsschwäche aus
• Schnarchen kann eine Störung der Umwelt und Mitmenschen
(Partner, Familie) bedeuten und Beziehungen belasten.
Weitere Beschwerden bei Schlafstörungen können sein:
• Gedächtnisstörungen
• Gereiztheit oder Traurigkeit
• Sexualstörungen
• Ohrgeräusche (Tinnitus)
Im Gespräch mit dem Arzt wird geprüft, ob eine schlafmedizinische Untersuchung notwendig ist. Im Regelfall bekommt der Patient im Rahmen einer Voruntersuchnung ein schlafüberwachendes Gerät mit nach Hause. Als weiterer Schritt erfolgt bei gegebener Indikation die ambulante Untersuchung im Schlaflabor. In häuslicher Umgebung werden nach den neuesten Standards mittels kardiorespiratorischer Polysomnographie (PSG=Schlaflaboruntersuchung) sämtliche Körperfunktionen digital aufgezeichnet. Nach Auswertung der Daten wird der Patient über die weitere Vorgehensweise aufgeklärt, durch die Zusammenarbeit mit allen relevanten Fachbereichen Neurologie, Lungenfachkunde, Hals-Nasen-Ohr, Allergologie, Kardiologie, Innere Medizin, Psychiatrie und Zahnmedizin bieten wir die aktuellsten und bestmöglichen diagnostischen Verfahren und individuellen Therapien.
Bei Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen bestehen unterschiedliche medikamentöse, apparative sowie chirurgische Therapieoptionen. Oft wird eine Therapie mit einem nasalen Beatmungsgerät eingeleitet. Wir stellen dem Patienten die modernsten, leisesten und kleinsten Gerätegenerationen zur Verfügung. Der für jeden Patienten individuell zu ermittelnde Beatmungsdruck wird in 1- 2 Nächten unter kardiorespiratorischer Polysomnographiekontrolle eingestellt. Gleichzeitig erfolgt ein intensives Training der Patienten an ihrem jeweiligen Beatmungsgerät sowie eine ausführliche Aufklärung über ihr Krankheitsbild, die Therapie und das weitere Leben mit dem Beatmungsgerät.
Im Regelfall werden Patienten zur Diagnostik von Schlafstörungen am Abend ambulant aufgenommen, in der Nacht mit der PSG untersucht und können am nächsten Morgen nach Hause gehen. Ein kleines Frühstück im Schlaflabor ist eine Selbstverständlichkeit. Eine besondere Vorbereitung des Patienten ist nicht erforderlich.
Restless-Legs-Syndrom (Unruhige Beine)
Missempfindungen wie Ziehen, Spannen, Kribbeln, Schmerzen in Beinen beim ruhigen Sitzen oder Liegen im Bett meist abends oder nachts führen bei den Betroffenen zu dem unwiderstehlichen Drang, sich zu bewegen, die Muskeln anzuspannen oder zu dehnen. Die quälende Unruhe in den Gliedmaßen und der nicht zu unterdrückende Zwang, sich (z.B. durch Umherlaufen) zu bewegen, hindert die Betroffenen oftmals unbewusst daran, ein- und durchzuschlafen. Die individuell angepasste medikamentöse Behandlung richtet sich nach dem subjektiven Leidensdruck der Patienten und führt in den meisten Fällen zu deutlicher Besserung der Beschwerden.
Leistungsspektrum:
• Sprechstunde zur Diagnostik und Therapie des
primären Schnarchens, der Insomnie und anderer
Schlafsstörungen
• Betreuung im Schlaflabor und Auswertung
der polysomnographischen Untersuchung
Training mit dem Beatmungsgerät:
• Einstellung des Beatmungsdrucks unter
kardiorespiratorischer Polysomnographiekontrolle
• Verhaltenstherapeutische, psychologische und
medikamentöse Therapiestrategien
• Therapiekontrolle für Patienten mit einem Beatmungsgerät
• Therapiekontrolle der medikamentös eingestellten RLS-Patienten
Häufige Schlaferkrankungen sind:
• Schlaf-Apnoe-Syndrom
• Restless-Leg-Syndrom
• Insomnie - Schlafstörungen
• Narkolepsie - Schlafdrang zu unpassender Zeit
• Depression und „Parkinson-Früherkennung“
Therapeutische und diagnostische Lösungen sind:
• medikamentöse Therapie
• nächtliche Atemtherapie
• Schlafuntersuchung (Polysomnographie)
