NATURHEILVERFAHREN

Dr. med. Babette Fölsch-Reetz  
Fachärztin für Neurologie, Ärztin für Naturheilverfahren

Dr. med. Andrea Birkhahn
Fachärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie,
Ärztin für Naturheilverfahren

Dr. med. C. Lin      
Traditionelle Chinesische Medizin, Arzt für Naturheilverfahren

 

Schlafstörungen, Migräne, Wechseljahrsbeschwerden, Tinnitus, Nerven- und Gelenkschmerzen, nervöse Herzbeschwerden und funktionelle Magen-Darmbeschwerden - dies sind Erkrankungen, bei denen schulmedizinische Medikamente zumeist zuverlässig helfen. Allerdings haben schulmedizinische Medikamente häufig erhebliche Nebenwirkungen. Stattdessen kann man sich der sanften Phytotherapie mit nebenwirkungsarmen Medikamenten aus Pflanzenextrakten bedienen – oft mit gleichem Erfolg.

Phytotherapie heißt mit Pflanzen heilen.
Diese Behandlungsform basiert auf einer mehr als 6000 jährigen Erfahrung mit hiesigen Heilpflanzen. Im 19. Jahrhundert wurde sie von Sebastian Kneipp wiederentdeckt und weiterentwickelt. Bei vielen Patienten mit leichten Erkrankungsverläufen kann so gänzlich auf eine nebenwirkungsreiche Therapie mit chemisch synthetisierten, schulmedizinischen Medikamenten verzichtet werden.

Ozon-Eigenblut-Therapie (sog. große Eigenblutbehandlung):
Diese Therapie ist sehr wirksam bei allgemeiner Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit, Allergien, Rheuma sowie bei cerebralen und peripheren Durchblutungsstörungen, Fettstoffwechselstörungen und zum Wiederaufbau nach schweren Infekten. Hierbei wird dem Patienten ein therapeutisch hochwirksames Gemisch von Ozon und Eigenblut wieder in den Blutkreislauf (Venen) verabreicht. Es wirkt durchblutungsfördernd sowie virus- und bakterienabtötend. Eine Behandlung umfasst 10 Sitzungen und sollte mindestens mit einer Frequenz von 2 - 3 Sitzungen pro Woche durchgeführt werden. Diese Therapie lässt sich sehr gut mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kombinieren.

Eigenblutbehandlung (sog. kleine Eigenblutbehandlung) in Kombination mit Aufbaukuren:
Hierbei wird eine kleine Menge Eigenblut aus einer Vene entnommen und in einen Muskel am Oberarm oder Oberschenkel wieder injiziert. Darüber hinaus kann eine Injektionsbehandlung von spezifischen Beschwerdekomplexen wie Schmerzen (Gelenkbeschwerden z.B. bei Rheuma), Infektneigung, Asthma, Heuschnupfen, Darmbeschwerden, psychovegetativem Erschöpfungs-Syndrom und Störung des Säuren- und Basenhaushaltes erfolgen. Eine Behandlung umfasst 10 Sitzungen und sollte mit einer Frequenz von 2 - 3 Sitzungen pro Woche durchgeführt werden. Auch diese Therapie lässt sich sehr gut mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kombinieren. Die Eigenbluttherapie wirkt als Reiz auf die Regulationssysteme des Körpers. Hierbei bilden sich mehrere für die Aktivierung der Regulationssysteme des Körpers wichtige Zonen um die Injektionsstelle. Außerdem werden die Selbstheilungskräfte aktiviert.   

Sog. Orthomolekulare Medizin:
Revitalisierungskuren mit Vitaminen und Spurenelementen nach entsprechender Laboranalyse der individuellen Blutwerte. Es werden sog. Vitalstoffe wie z.B. Vitamin B12, B1, Vitamin C und Mineralstoffe wie z.B. Zink, Magnesium, Selen etc. im Rahmen einer Infusion in eine Vene verabreicht.

Enzymtherapie:
Orale Gabe von Enzymen aus Pflanzen und Tieren. Dies sind stoffwechselaktivierende Substanzen, die für die Stoffwechselabläufe im Körper wichtig sind. Diese Therapie kann gut mit z.B. TCM bei chronischen Entzündungen (z.B. Sinusitis, Gelenkentzündungen bei Rheuma, Ödeme- Gewebeschwellungen) angewendet werden.

Neuraltherapie:
Dieses Verfahren wird generell bei Schmerzen oder auch zur Behandlung von sog. Störfeldern (also chronisch narbig, zum Teil entzündlichen Veränderungen) verwendet, um die Eigenregulation des Körpers wieder anzuregen und chronische Schmerzen zu behandeln. Dabei werden Lokalanästhetika meist unter die Haut gequaddelt. Die Neuraltherapie hat nicht nur eine lokale Wirkung, sondern wirkt auch auf den ganzen Körper im Sinne einer Regulations- und Umstimmungstherapie.

Physikalische Therapien:
TENS (siehe Schmerztherapie), Wärmebehandlung (wird derzeit viel mit TCM kombiniert).

Lichttherapie:
Lichtdusche bei Herbst-Winterdepression. Es wird eine helle Lichtquelle vor dem Patienten platziert, in die er in definierten Abständen schauen muss. Bereits nach 10 Sitzungen, die in einer Frequenz von 5 x 1 Sitzung pro Woche über zwei Wochen lang durchgeführt werden sollten, kann oft eine Besserung des Befindens, der Aktivität-Vitalität und der Stimmungslage auch bei nicht manifesten Depressionen erreicht werden.